Nieselregen.

Betäubt fallen winzig kleinen Regentropfen aus allen Wolken und kulern wie Perlen über die von der Feuchtigkeit durchweichten Blätter. Alles hier schweigt und ist blind, weil ein Schleier aus Nässe die Sicht auf die eigene Welt beschränkt. Jetzt ist man mit sich alleine und hört nichts auser dem tiefen Atem der Erde, die sich hastig satt trinkt und den eigenen ebenso wässrigen Gedanken. Überall ist Wasser. Es fällt vom Himmel, durchnässt die Kleidung, fließt über die Wangen und flutet den Kopf indem Gedanken ertrinken. Alles um mich herrum schwimmt oder versickert nur ich, ich kann weder schwimmen noch verschwinden. Mir bleibt nichts anderes übrig als mich auszuziehn und die nasse Kälte auf meiner Haut zu spüren und zu flüstern: Das ist das Leben. Denn in genau diesen momenten wo alles schwimmt und rinnt fühle ich wie sich dieses betäubte Schweigen des Regens in Ruhe und Friedlichkeit umwandelt udn mir zeigt, noch bin ich da.

17.9.09 21:48

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