Extrem leben(dig)

Und wieder stehe ich vor mir. Stehe da und schaue mich an. Was ist nur aus mir geworden frage ich mich, wenn ich in die glanzlos verquollenen Augen unter dem zerausten Pony schaue. Nein. Ich stehe nicht vor einem Spiegel, ich stehe wahrhaftig neben mir selbst. Ich stehe da und schaue mich an, weil ich nichts anderes kann. Ich beobachte mich bei meinem kranken Handeln, ein Handeln das extrem ist und genau da zeigt sich mein Lebensstil. Extremität. Schwarz oder Weiß.
Ich stehe oft neben mir und beobachte dabei, wie ich Extremität auslebe und dabei aus dem leben trete. Es bietet sich mir daher ein grausamer Anblick, weil sich schwarz und weiß zu grau vermischen. Ein Anblick der einen Eingriff erfordert, doch wenn ich versuche nach mir zu greifen, dann fasse ich ins Leere, weil alles ausgekotzt wird, bis der Körper nur noch Leergut ist.
Es dauert lange Zeit, in der ich weine, also ich, die neben mir steht. Meine Person weint nicht mehr, das kostet zuviel Kraft, daher weine ich. So also weine ich und schreie, auch wenn es keiner hört, einfach nur aus der Verzweiflung der Unfähigkeit heraus. Es dauert einige Zeit bis sich der Puls senkt und die Extremität sich langsam zurückzieht. Das ist dann der Moment in dem ich wieder auf mich zugehe, mich in die Arme schließe und wieder mit mir Selbst eins werde, solange, bis sich der Drang nach Extremität nicht mehr zurückhalten lässt.

 

1 Kommentar 18.7.09 17:55, kommentieren

Wahrheit.

"Die Wahrheit tut weh. Im Grunde genommen will niemand die Wahrheit hören, ganz besonders nicht, wenn sie einem nahe geht. Manchmal sagen wir die Wahrheit, weil wir dem anderen nicht mehr geben können, als die Wahrheit. Manchmal sagen wir die Wahrheit, weil wir sie laut sagen müssen, damit wir sie selber hören. Und manchmal sagen wir die Wahrheit, weil wir einfach nicht anders können. Manchmal ist es aber auch so, daß wir die Wahrheit sagen, weil wir dem anderen wenigstens das schuldig sind!"

[Grey's Anatomy]

1 Kommentar 7.7.09 19:08, kommentieren

Manchmal.

Weist du, manchmal da hab ich Angst dich irgendwann nicht mehr an meiner Seite zu wissen und ohne dich die schweren Wege gehn zu müssen die das Leben noch bereitstellt. Es ist noch immer soviel Chaos und Unsicherheit in meinem Leben, das  sich nicht mehr aus seinem Versteck traut, aus Angst zertreten zu werden.

Weist du, manchmal da bin ich immernoch ziemlich empfindlich und empfinde doch noch nicht genug um das Glück zu spüren, von dem die ganze Welt stehts spricht. Es ist für mich an der Zeit endlich auchmal mit dem Glück zu tanzen, und genau hier wird mir die Bedeutung die du für mich hast erst richtig bewusst, denn nur du kannst mir dieses Tanzen beibringen und verinnerlichen, damit es nicht gleich wieder flüchtet.

Weist du, manchmal da wünsche ich mir einfach nur in deinen Armen liegen zu können, fern von schlechten und vernichtenden Gedanken udn nah an dem Herz, das so synchron mit dem meinem im Takt schlägt der die Melodie zum Tanz des Glückes ist. Es wäre nicht viel was ich bräuchte, nur dich und die Ruhe einer ganzen Wüste um deinen Gedanken zu lauschen und dich verstehn zu können.

Weist du, manchmal da träume ich wir wären weit weg von diesem Leben, dass wir doch beide nicht mehr ertragen und noch nie vertragen haben. In meinen Träumen da ist nichts was daran erinnert und doch fühlt es sich an als würde man nach hause kommen und.. und wenn ich dann die Sonnenstrahlen durch mein Zimmer huschen seh spüre ich, dass wir es beide noch so weit bringen könnten.

Weist du, manchmal da möchte ich mich aufgeben und den Löffel abgeben einfach nur um nicht mehr kämpfen zu müssen, doch wenn deine Lippen auf meinen liegen dann weis ich wofür ich jeden Tag erneut kämpfe.

Und weist du, jedesmal wenn ich neben dir liegen dann ich wünsche mir ich könnte dir das Selbe bieten..

2.7.09 16:59, kommentieren

Vortod.

Es war der Freundschaft langes Lied,
das immer mehr verklang,
Es war der Freundschaft Treueschwur,
den keiner ehrlich sang.

Es war der Liebe falsches Spiel,
das uns zerbrechen lies
Es war der Liebe Lobgesang
der uns zu Boden stieß.

Doch wars der Trauer falscher Hass
der uns im Schmerz verband
Gar wars der Sehnsucht kalter Tod
der uns dann wieder fand.

1 Kommentar 25.6.09 19:51, kommentieren

Glücksbringer.

Es ist das Glück das du mir gibst,
wenn du mir sagst, das du mich liebst.
Es ist die Hoffnung welche zeigt,
ich bin für dieses Glück bereit.

Du gibst soviel ich wünschen kann
und lehnst mich an die Liebe an.
Du lehrtest mich neu zu vertraun
und gabst den Farben ihren Raum.

Selbst wenn die Sonne untergeht
und sich der Körper schlafen legt,
dann freu ich mich auf Morgentau,
wenn ich dir in die Augen schau.

 

1 Kommentar 15.6.09 20:24, kommentieren

Durch Kindesaugen..

..sieht die Welt so einfach und wundervoll aus. Eine Sicht der Dinge die nichtmal der schlauste, ehrlichste oder weiseste Mensch der Welt jemals wiedererlangt, wenn er einmal gelenrt hat das Leben zu verstehn.

Manchmal wünschte ich genauso naiv und unschuldig in den Tag zu starten und die Welt durch diese Augen zu sehen, einfach um zu wissen, dass es die kleinen Wunder doch noch gibt, die wir stehts übersehn.

1 Kommentar 14.6.09 20:53, kommentieren

Überflüssig.

Es ist als wäre ich an einer Stelle an die ich nicht gehöre. Der Platz den ich belege ist für jemand anderen bestimmt und da kannst du sagen was du willst, ich spüre dass dieser Platz schon besetzt ist, genau wie dein Herz, so scheint es. Mir fällt es schwer zu glauben, dass du sie nicht mehr liebst, immerhin wart ihr mal so viel mehr als wir das je sein können, in dieser schweren und zerbrechlichen Zeit, in der ich mich an dich verschenkt habe, ohne nachzudenken; ohne über euch nachzudenken, obwohl ihr doch noch so real seit in meinen Augen, so nah, so schmerzhaft nah ist eure Liebe für mich.

Ich hab schreckliche Angst das zu verlieren wonach ich so lange gesucht habe, eine ehrliche Liebe die sich etwas schenkt ohne eine Gegenleistung zu verlangen. 

[Ach Chris, ich würde jetzt so gerne in deinen Armen liegen und um die Liebe weinen, deren ich mir nicht mehr sich bin, weil er noch nicht vergessen hat und Vergangenes zurück wünscht. Doch du bist zu weit weg und zu verletzt von genau dieser Liebe, um mich in den Arm zu nehmen, damit ich nciht zerfalle.]

1 Kommentar 5.6.09 15:38, kommentieren